Die Doping-Affäre von Brock Lesnar hat keine direkten Auswirkungen auf dessen Wrestling-Karriere.

Wie WWE inzwischen mitgeteilt hat, hat Lesnar, der bei seinem Gastspiel als Ultimate Fighter zweimal positiv getestet wurde, keine Konsequenzen von Seiten der Showkampf-Liga zu befürchten.

Die Begründung, die das Unternehmen an Fox Sports übermittelte: “Das Wellness-Programm von WWE wird nicht auf Teilzeit-Performer wie Brock Lesnar angewandt.”

Das Portal zitiert WWE weiter, dass ihr Programm “Show-Business” sei und ihr Anti-Doping-Programm die Gesundheit ihrer Vollzeit-Angestellten schützen solle, nicht die Integrität ihres athletischen Wettbewerbs.

Doping-Freibrief für Teilzeit-WWE-Wrestler

Tatsächlich tritt Lesnar unter anderen Bedingungen als die meisten Wrestler bei WWE an. Er bestreitet nur fünf bis zehn große Matches pro Jahr – was die von WWE verhängte Standardstrafe für Erstsünder, eine 30-Tages-Sperre, für Lesnar ohnehin faktisch wirkungslos gemacht hätte. Vollzeit-Kämpfer steigen um die 200 Mal in den Ring.

Dass er nun auch einen offiziellen Freibrief für die Einnahme leistungssteigernder Mittel bekommt, die den anderen WWE-Stars verboten sind, ist dennoch eine recht bemerkenswerte Firmenpolitik. Das sogenannte Wellness-Programm verbietet den Wrestlern, die ihm unterworfen sind, die Einnahme jeglicher “Arzneien, die nicht für legitime medizinische Zwecke verwendet werden”.

Der frühere MMA-Kämpfer Lesnar war im Juli für ein Match gegen Mark Hunt ins Octagon zurückgekehrt und wurde im Zuge dessen von der US-Anti-Doping-Agentur USADA positiv getestet. Ihm droht eine zweijährige Sperre für den Wettkampfsport.

Martin Hoffmann, Jahrgang 1981, geboren in Naumburg, studierte Amerikanische Kulturgeschichte, Kommunikationswissenschaften und Politologie in München. Freie Mitarbeit unter anderem für die "Süddeutsche...